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Allgemeine Daten: Lanzarote ist die nordöstlichste Insel der Kanarischen Inseln. Länge: 60 km lang Breite: 20 km (an der breitesten Stelle) Gesamtfläche: 800 km² Bevölkerung: Von den ca. 1,6 Millionen Kanaren-Bewohner, leben etwa 85.000 auf Lanzarote, wovon die Hälfte der Bevölkerung in der Hauptstadt Arrecife angesiedelt sind.
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1. Tag (2. Mai 2004):
Anreise, Hotel Timanfaya Palace
Geflogen sind wir am 2. Mai 2004 von Stuttgart zur Hautpstadt Arrecife auf Lanzarote. Wenn ich mich richtig erinnere, dauerte der Flug mit Hapag-Lloyd zwischen drei und vier Stunden. Der Flug war sehr angenehm: gute Fluggesellschaft, guter Service, keine Turbulenzen.
Angekommen auf Lanzarote wurden wir auch schon von einem TUI-Mitarbeiter mit seinem TUI-Willkommen-Schild empfangen. Er deutete uns grob den Weg zu dem bereitstehenden Bus, welcher uns zu unserem Hotel "H10 Timanfaya Palace" (www.h10.es) im kleinen Touri-Ort Playa Blanca im Süd-Westen der Insel brachte.
Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel bringt einen "Insel-Erstbesucher" ein bisschen ins Grübeln, ob Lanzarote die richtige Urlaubs-Entscheidung war. Das liegt daran, dass Lanzarote eine Vulkaninsel ist und zum Teil einen relativ kargen Eindruck auf einen macht. Die Zweifel verschwinden aber bei einer Inseltour - ihr werdet noch sehen...
Da ich aber schon zum zweiten Mal auf die Insel gekommen war, wusste ich ja was mich erwartete. Wobei ich sagen muss, dass sich gegenüber meinem ersten Besuch im Jahre 1997 schon ein bisschen was getan hat. Ich war also angenehm überrascht.
Am ersten Tag haben wir uns zuerst einmal die Hotelanlage direkt am Meer
angeschaut und waren gleich schwer beeindruckt. Besonders angetan waren wir von dem arabisch
wirkenden Baustil und der Lage des Hotels, sowie von unserem Zimmer mit
Meerblick und Blick auf Fuerteventura. Nicht schlecht dachten wir! Beim Essen am Abend
waren wir uns einig, dass dieses Hotel die richtige Wahl war, da das Essen super lecker
war. Jeden Abend gab es neben dem einheimischen Buffet ein anderes "Länderthema" bei den Speisen,
welches sich wöchentlich wiederholte. Zusätzlich zu den Leckereien auf dem Tisch
gab es noch einen herrlichen Blick auf das Meer mit dem passenden
Sonnenuntergang.
Fazit: Das Hotel kann ich auf alle Fälle empfehlen!!! Macht euch selbst ein
Bild...






Noch was zum Wetter: das Wetter hat in den zwei Wochen leider ein bisschen zu wünschen übrig gelassen. Es schient zwar überwiegend die Sonne, der kalte Wind hat uns aber immer wieder zum Griff nach den Jacken geführt. Im Schnitt hatte die Luft ca. 18 Grad Celsius, das Wasser war aber leider deutlich kühler.
2. Tag (3. Mai 2004):
"Hausvulkan", Sandstrand,
Playa Blanca
Am zweiten Tag (noch ohne Mietwagen). Machten wir uns zu Fuß auf die Erkundungstour der Umgebung vom Hotel. In unmittelbarer Sichtweite des Hotels gab es einen kleinen inaktiven Vulkan, den die Hotelangestellten - und dann auch wir - den "Hausvulkan" nannten. Zuerst sah es so aus, als ob der Vulkan gleich in der Nähe wäre, aber da hatten wir uns einwenig getäuscht. Unser Ziel war aber immer vor Augen, die Kraterspitze des Vulkans. So marschierten wir tapfer dem Vulkan entgegen und erklommen schließlich auch nach etwa einer Stunde die Spitze. Der Aufstieg hat sich gelohnt, schaut selbst:


Von dort oben hat man einen super Blick auf Playa Blanca, Lobos, Fuerteventura und zu den Playas de Papagayo
Nachdem wir uns so langsam am Ausblick sattgesehen hatten, den Krater umrundet hatten und viele Fotos geschossen haben, haben wir uns wieder in das Tal nach Playa Blanca begeben. Nun wollten wir uns den Ort und den naheliegenden Sandstrand genauer anschauen. Schön war, dass wir den Sandstrand bereits nach zwei, drei Minuten vom Hotel aus erreicht haben. Da es ja wie geschrieben relativ kühl war, war auch entsprechend wenig los am Strand.

Als wir unsere Fotos im Kasten hatten, haben wir uns den Ort Playa Blanca genauer angeschaut. Direkt am Strand gab es einen kleinen Supermarkt, in dem wir eigentlich relativ häufig waren, da dort alles zu haben ist. Weiter an der Strandpromenade gibt es einige Restaurants, in den abends dann auch reger Publikumsverkehr herrscht. Immer weiter an der Promenade erreicht man dann auch den Hafen von Playa Blanca. Dort setzen auch die Fähren zu den anderen kanarischen Inseln über. Nach dem vielen Laufen ging der Tag dann auch schon langsam zu Ende und unser leckeres Essen kam immer näher...


3. Tag (4. Mai 2004):
Papagayo-Strände
Für heute und die nächsten Tage haben wir uns von TUI Cars einen Mietwagen geliehen. Wir hatten zwar einen Jeep Wrangler, aber die Wege, welche befahren werden dürfen sind so gut, da könnte sich das deutsche Straßenbauwesen eine Scheibe abschneiden.
Die erste Fahrt ging gleich zu den bekannten "Papagayo-Stränden" etwas östlich von Playa Blanca. Sehr zu meiner Verwunderung musste ich feststellen, dass der Weg dorthin relativ gut zu befahren ist (leichter Schotter), dafür aber Eintritt von drei Euro verlangt wird. Was mich auch noch sehr verwundert hat - zu meinem letzten Besuch von sieben Jahren; jetzt gibt es oben einen Parkplatz (mit schweren Steinen eingezäunter Platz) und eine Art "Wurstbude". Die Strände an sich waren jedoch noch unverändert schön:


4. Tag (5. Mai 2004):
Femes, Salinas,
Los Hervideros, Wein, Yaiza, El Golfo
Am heutigen Tag arbeiteten wir uns in Richtung Norden durch. Der erste Haltepunkt war auch gleichzeitig ein schöner Aussichtspunkt: das Städtchen Femes.

Danach ging es wieder ein Stück westlich zu den Salzgewinnungsfeldern Salinas. Dort kann man sehen wie früher das Salz gewonnen wurde: Wasser in nicht zu tiefe Felder einfüllen -> Wasser verdunsten lassen -> Salz ausgraben. Fertig!

Weiter ging es ein Stückchen in den Norden zu den beeindruckenden Brandungen bei Los Hervideros. Hier braust das Meer laut auf die kargen Klippen. Bei Los Hervideros gibt es einen kleinen Tunnel, in dem die Wellen besonders laut gebrochen werden.

Weiter ging es zu unserem nächsten Ziel El Golfo, zuvor kann man neben den Straßen sehen, wie selbst im dem karg scheinenden Lavaboden guter Wein gezüchtet werden kann (habe ihn selbst probiert). Bei einem Abstecher Richtung Mitte der Insel (Yaiza) gibt es auch sehr schöne Fincas zu sehen.


Aber wieder zurück zu El Golfo, Von schwarzem Lavasand umgeben ist El Golfo ein kleiner grüner See. Die grüne Farbe kommt von der Algenart "El chargo de los Clicos".

5. Tag (6. Mai 2004):
Fundacíon César Manrique, Museo
Agrícola El Patio, Museo del Emigrante Canario, Teguise, Haria, Mirador del Rio
Mit der Insel Lanzarote wird in der Regel auch der Künstler Cézar Manrique (1919 - 1992) in Verbindung gebracht. Hr. Manrique hat bedeutend zu der Gestaltung der Insel beigetragen. Hier eine kleine Übersicht über seine Bauwerke auf der Insel:
Unser Ziel war es, alle auf der Insel geschaffenen bzw. geänderten Bauwerke von Cézar Manrique zu besuchen, was auch fast gelang. Gestartet haben wir mit der Fundacíon César Manrique (www.fcmanrique.org), dem beeindruckenden Haus des Künstlers. Ein Haus mit verschiedenen Lavablasen. Ich sag nur, so könnte ich auch leben.


Danach sind wir in den Ort Tiagua zum Museo Agrícola El Patio gefahren. Das Museum besteht aus einem Bauernhof aus dem Jahre 1840, der zu den größten und ältesten landwirtschaftlichen Betrieben gehört. Das ist wirklich eine sehr schöne Anlage.


Weiter ging es zum Museo del Emigrante Canario bei der ehemaligen Hauptstadt Teguise. Das Museum ist in der Burg Santa Barbara untergebracht, welche früher zum Schutz der Stadt vor Eindringlingen diente (Eintritt: drei Euro).


Da wir von Santa Barbara schon den Blick auf Teguise hatten, wollten wir uns die Stadt auch einmal von der Nähe anschauen. Also runter von der Burg, rein in das Auto und ab nach Teguise. Ist ein echt schönes Städtchen.


Bevor es von Teguise in Richtung Haria (dem Tal der tausend Palmen) ging, gab es zuvor Tapas zur Stärkung. Da hat sich ein kleines Restaurant in der Nähe des Monumento al Campesino angeboten.


Haria ist besonders schön von oben anzuschauen. Da wir weiter zu Mirador del Rio wollten, durchquerten wir aber auch Haria. Wir fanden Haria selbst nicht so schön, dass wir dort halt machten.



In Mirador del Rio bekamen wir einen gigantischen Blick auf die vorgelagerten Inseln wie zum Beispiel La Graciosa. Da war uns klar, das wir auch auf die kleine Insel noch besichtigen wollen - was wir dann auch am nächsten Tag getan haben.
6. Tag (7. Mai 2004): La Graciosa
7. Tag (8. Mai 2004):
Jameos
del Agua, Cueva de los Verdes, Parque nacional de Timanfaya
Der Hintern schmerzte zwar noch, aber trotzdem ging es nach dem Frühstück wieder los mit der Erkundungstour, diesmal Lanzarote und vor allem wieder mit dem Auto. Das erste Ziel (Jameos del Agua) lag wieder im Norden der Insel. Jameos bedeutet Höhle und deutet schon auf die Art der Sehenswürdigkeit hin. In einer Grotte werden heute noch wegen des hervorragendes Klanges Konzerte abgehalten. Außerdem gibt es einen kleinen See in der Grotte in dem Albinokrebse zu sehen sind, die normalerweise in den Tiefen des Meeres vorkommen und es sich niemand erklären kann, wie diese dorthin gekommen sind. Das "drum herum" um die Grotten/Höhlen wurde von César Manrique gestaltet.




Jameos del Agua ist durch einen unterirdischen, natürlichen Tunnel mit Cueva de los Verdes verbunden, unserem nächsten Ziel. Der Name Verdes stammt scheinbar von einer Familie, die in der Höhle gelebt hat.
Mit einem/r Führer/in kann man ein Stück in die Höhle herabsteigen werden. Dort wartet dann eine Überraschung... (wird hier aber nicht verraten).


Danach sind wir wieder Richtung Süden gefahren und haben einen Stop im Parque nacional de Timanfaya gemacht. Wer möchte kann ein Stück des Parks mit Wüstenschiffen (Kamele) erkunden. Wir haben es vorgezogen mit dem Bus eine geführte Tour durch den Park zu machen. Es ist nicht erlaubt zu Fuß oder mit dem eigenen Auto sich im Park frei zu bewegen, um den Naturpark möglichst lange zu erhalten. Die Tour lohnt sich! Je später der Abend, um so schöner und bunter schimmern die erloschenen Vulkane. Außerdem werden in der Nähe des Restaurante el Diablo Vorführungen durchgeführt, die zeigen wie heiß die Erde wenige Meter unter der Oberfläche noch ist.




Reisebericht Fuerteventura 2004
9. Tag (10. Mai 2004):
Jardin de Cactus, Bodega la Geria
Den letzten Tag mit unserem Auto starteten wir mit einem Besuch der Hauptstadt Arrecife. Arrecife hat uns am wenigsten von Lanzarote gefallen. Entweder ist es richtig touristisch und in der Hauptsaison total überlaufen, oder es hat einen etwas schmuddeligen Großstadteindruck. Daher haben wir Arrecife relativ schnell ohne Bilder verlassen und sind weiter zum Jardin de Cactus.


Jardin de Cactus ist eine sehr schöne Anlage mit einer unzähligen Anzahl an Pflanzen, vor allem Kakteen.
Da uns gegen Mittag so langsam der kleiner Hunger einholte, schauten wir in unserem Reiseführer nach einer kleinen "schnuggeligen" Bodega. Nicht lange gesucht, haben wir im Reiseführer die Bodega la Geria gefunden. Die Bodega liegt an der Straße zwischen Uga und Masdache. Die Bodega haben wir auch sehr schnell gefunden und waren von der Anlage begeistert, genau das was wir uns vorgestellt haben.

Das Personal war sehr, sehr freundlich und bot uns gleich eine landestypische Suppe an. Wir wollten eigentlich zuvor einen Blick in die Speisekarte werfen, die es aber leider nicht gab. Also bestellte ich eine Flasche Wein und Wasser und Tapas mit Lachs. Da wir nur ein wenig Hunger hatten, waren wir über die sechs hauchdünnen Scheiben des leckeren Lachses und drei Scheiben Toast zufrieden. Dazu gab es noch einen Gurten-Tomaten-Salat mit genau einer geschnittenen Tomate. Den kurz darauf angebotenen Fisch haben wir ausgelassen. Zwischenzeitlich haben sich ein paar Engländer neben uns an den Tisch gesellt, die alles gegessen haben, was der Wirt ihnen angeboten hat. Da wir schon wieder weiter wollten, habe ich nach der Rechnung verlangt. Das war leider der unangenehmste Teil, da ich für die Häppchen 45 Euro bezahlen durfte. Was ich für das bisschen schon sehr frech fand. Jetzt wusste ich auch weshalb es keine Karte gab.
Die Bodega ist echt sehr schön und das Essen ist sehr lecker, aber der Preis - hat einen etwas üblen Nachgeschmack. Ich leerte also noch die Flasche Wein und dann ging es für den Rest des Tages gutgelaunt mit unserer Tour weiter (ich bin nicht mehr gefahren).
10.- 15. Tag (11.-16. Mai 2004):
Entspannen am Hotel
Da wir gestern das Auto abgegeben haben und wir uns von den vielen Besichtigungen erholen wollten, haben wir uns entschlossen die letzten Tage am Pool und Strand zu verbringen. Außerdem mussten wir ja auch noch einwenig das geniale Hotel genießen.


Und dann war er auch schon wieder vorbei, unser Urlaub auf Lanzarote.


TIPPS:
Wir hatten wie fast immer den Reiseführer von Baedeker, der wiedereinmal gute
Dienste geleistet hat.
Wer nicht gerade nur im Hotel verbringen
möchte, der sollte sich auf alle Fälle für ein paar Tage ein Mietwagen
nehmen. Da die Insel so klein ist, kann man gut und gerne kreuz und quer die
Insel erkunden.
Bezüglich der Reisezeit fanden wir den Mai eindeutig zu kalt !!!
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Bericht erstellt am 01.05.2006